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"Seibold, Arthur"
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Reference Points for Retirement Behavior
2021
This paper studies the large concentration of retirement behavior around statutory retirement ages, a puzzling stylized fact. To investigate this fact, I estimate bunching responses to 644 pension benefit discontinuities, using administrative data on the universe of German retirees. Financial incentives alone cannot explain retirement patterns, but there is a large direct effect of statutory retirement ages. I argue that the framing of statutory ages as reference points for retirement provides a plausible explanation. Simulations based on a model with reference dependence highlight that shifting statutory ages via pension reforms is an effective policy to influence retirement behavior.
Journal Article
UNWILLING TO TRAIN?—FIRM RESPONSES TO THE COLOMBIAN APPRENTICESHIP REGULATION
by
Seibold, Arthur
,
Caicedo, Santiago
,
Espinosa, Miguel
in
Apprentices
,
Apprenticeship
,
Apprenticeships
2022
We study firm responses to a large-scale change in apprenticeship regulation in Colombia. The reform requires firms to train, setting apprentice quotas that vary discontinuously in firm size. We document strong heterogeneity in responses across sectors, where firms in sectors with high skill requirements tend to avoid training apprentices, while firms in low-skill sectors seek apprentices. Guided by these reduced-form findings, we structurally estimate firms’ training costs. Especially in high-skill sectors, many firms face large training costs, limiting their willingness to train apprentices. Yet, we find substantial overall benefits of expanding apprenticeship training, in particular when the supply of trained workers increases in general equilibrium. Finally, we show that counterfactual policies taking into account heterogeneity across sectors can deliver similar benefits from training while inducing less distortions in the firm-size distribution and in the allocation of resources across sectors.
Journal Article
Sackgasse Generationenvertrag: Wege aus der Krise der Altersversorgung
2024
Joachim Ragnitz, ifo Dresden, diskutiert die Herausforderungen der umlagefinanzierten Rentenversicherung in Deutschland, insbesondere angesichts des demografischen Wandels. Ohne grundlegende Reformen müssten entweder Rentenniveau und Rentenansprüche gesenkt oder die Beitragslast erhöht werden, was vor allem die jüngeren Generationen belaste. Mögliche Lösungsansätze seien eine stärkere kapitalgedeckte Vorsorge sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Geburtenrate, da die aktuelle demografische Entwicklung langfristig die Finanzierungsprobleme verschärft. Gundula Roßbach, Gesetzliche Rentenversicherung Bund, sieht den Generationenvertrag als Kern der umlagefinanzierten Rentenversicherung. Dieser habe sich zwar historisch bewährt, doch angesichts der Alterung der Bevölkerung seien Reformen und Anpassungen notwendig. Die Diskussion drehe sich um die Frage, ob das bestehende Drei-Säulen-Modell erhalten bleiben oder die gesetzliche Rentenversicherung beispielsweise nach dem Vorbild Österreichs gestärkt werden sollte. Wichtig sei eine klare Orientierung, um eine nachhaltige und gerechte Altersvorsorge zu sichern. Axel Börsch-Supan, Martin Hellwig und Eckhard Janeba, Wissenschaftlicher Beirat beim BMWK, ordnen den demografischen Wandel in einen größeren Kontext ein, der die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft bei einer alternden Gesellschaft betrachtet. Die Verknappung von Arbeitskräften führe zu Herausforderungen in der Altersversorgung, sinkendem Wirtschaftswachstum und sozialen Spannungen. Vorgeschlagene Lösungen umfassen die Förderung von Erwerbstätigkeit älterer Menschen und Frauen, die Integration von Zuwanderern sowie Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitsproduktivität. Die Ampel-Koalition habe in der Rentenpolitik nicht viel bewegt. Aus Sicht von Martin Werding, Ruhr-Universität Bochum und Sachverständigenrat, gilt für Teile dieser Reformpläne: Das ist gut so! Die geplante \"Haltelinie\" für das Sicherungsniveau gesetzlicher Renten hätte eine Abkehr vom langjährigen Reformkurs bedeutet und jüngere und zukünftige Versicherte einseitig belastet. Für andere Teile sei es schade. Schnelle Entscheidungen über neue Rahmenbedingungen der ergänzenden kapitalgedeckten Altersvorsorge wären wünschenswert. Sie sind ein wichtiger Bestandteil ursachengerechter Anpassungen der Alterssicherung an die demografische Entwicklung. Das gleiche gelte für eine weitere Anhebung der Regelaltersgrenze bei fortgesetztem Anstieg der Lebenserwartung. Da diese beiden Reformelemente ihre Wirkungen erst langfristig entfalten, müssten zusätzliche Reformschritte ins Auge gefasst werden, um den absehbaren Anstieg von Ausgaben und Beitragssätzen der Rentenversicherung kurz- bis mittelfristig zu begrenzen. Die gesetzliche Rentenversicherung steht auch aus Sicht von Arthur Seibold, Universität Mannheim, aufgrund des demografischen Wandels vor erheblichen Finanzierungsproblemen, die durch sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung verursacht werden. Die wirksamste Maßnahme zur Stabilisierung des Systems sei laut empirischen Studien die Anpassung der Altersgrenzen, da finanzielle Anreize allein nur geringe Effekte zeigen. Reformen sollten dabei Verteilungsaspekte berücksichtigen, um soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten. Markus Roth, Philipps-Universität Marburg, wirft einen Blick auf das pAV-Reformgesetz, das eine Flexibilisierung der privaten Altersvorsorge durch renditeorientierte Optionen wie Aktienfonds und Altersvorsorgedepots vorsieht, um die Eigenverantwortung der Bürger zu stärken. Die Kapitaldeckung des Systems sei im internationalen Vergleich niedrig, und Reformen wie eine automatische Einbeziehung in Altersvorsorgeverträge könnten eine stärkere Verbreitung und höhere Renteneinkommen fördern. Mit steuerlichen Anreizen und kosteneffizienten Anlageoptionen könnte langfristig eine generationengerechte und nachhaltige Altersvorsorge ermöglicht werden. Andreas Richter, LMU München, und Jörg Schiller, Universität Hohenheim setzen sich ebenfalls mit dem pAV-Reformgesetz auseinander und heben die Notwendigkeit hervor, das umlagefinanzierte System durch kapitalgedeckte Komponenten zu ergänzen, und plädieren für eine obligatorische private Vorsorge. Sie betonen, dass lebenslange Renten essenziell seien, um Altersarmut vorzubeugen, während der aktuelle Reformvorschlag Flexibilität in der Auszahlungsphase befürworte, was jedoch mit Risiken verbunden sei. Michaela Engelmeier, Sozialverband Deutschland, sieht den Generationenvertrag und die Altersvorsorge in Deutschland nicht in einer Krise. Es seien allerdings Reformen nötig, um generationengerecht zu bleiben. Es wird vorgeschlagen, die gesetzliche Rentenversicherung in eine Erwerbstätigenversicherung auszuweiten und die Einnahmeseite durch bessere Arbeitsmarktpolitik zu stärken. Zusätzlich wird betont, dass die umlagefinanzierte Rente mit ihren solidarischen Elementen effektiver sei als kapitalgedeckte Modelle. Sebastian Dullien, HTW Berlin und Institut für Makroökonomie der Hans-Böckler-Stiftung, sieht in den absehbar steigenden Beitragsätze zur gesetzlichen Rentenversicherung weder mikro- noch makroökonomisch ein echtes Problem, da die Einzahlungen als obligatorische Vorsorge zu betrachten seien. Der absehbare Anstieg des Bundeszuschusses hingegen wäre zu gering, um ein ernsthaftes Problem darzustellen. Eine Betrachtung der internen Rendite der Rentenversicherung zeige zudem keine ernsthafte Benachteiligung jüngerer Generationen über jenen Zeitraum an, der sich einigermaßen seriös mit aktuellen Rentenmodellen abbilden lasse. Anja Piel, Deutscher Gewerkschaftsbund, kritisiert die Absenkung des Rentenniveaus und die unzureichende Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung, die zu sozialer Ungerechtigkeit und Altersarmut führen könnten. Sie fordert eine gerechtere Verteilung des Wohlstands, eine Stärkung des sozialen Ausgleichs und eine höhere Erwerbsbeteiligung, um die Rentenversicherung als solidarisches System nachhaltig zu sichern. Melanie Häner-Müller, Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik, Luzern, stellt das Schweizer Drei-Säulen-Modell vor, das auf dem Fundament der beruflichen Vorsorge beruht. Eine starke zweite Säule bietet heute wesentliche Vorteile für den Staatshaushalt und die Volkswirtschaft insgesamt. Doch auch die Schweizer Altersvorsorge sei nicht immun gegen die Folgen des demografischen Wandels. Aufgrund der bestehenden politökonomischen Anreizstrukturen brauche es eine gewisse Entpolitisierung der Altersvorsorge.
Journal Article
Reference Points for Retirement Behavior: Evidence From German Pension Discontinuities
by
Seibold, Arthur
in
Retirement
2020
This paper studies the large concentration of retirement behavior around statutory retirement ages, a puzzling stylized fact. To investigate this fact, I estimate bunching responses to 644 pension benefit discontinuities, using administrative data on the universe of German retirees. Financial incentives alone cannot explain retirement patterns, but there is a large direct effect of statutory retirement ages. I argue that the framing of statutory ages as reference points for retirement provides a plausible explanation. Simulations based on a model with reference dependence highlight that shifting statutory ages via pension reforms is an effective policy to influence retirement behavior.
Reference Points for Retirement Behavior: Evidence from German Pension Discontinuities
by
Seibold, Arthur
in
Retirement
2019
This paper documents and analyzes an important and puzzling stylized fact about retirement behavior: the large concentration of job exits at specific ages. In Germany, almost 30% of workers retire precisely in the month when they reach one of three statutory retirement ages, although there is often no incentive or even a disincentive to retire at these thresholds. To study what can explain the concentration of retirements around statutory ages, I use novel administrative data covering the universe of German retirees, and I exploit unique variation in financial retirement incentives as well as statutory ages across individuals in the German pension system. Measuring retirement bunching responses to 644 different discontinuities in pension benefit profiles, I first document that financial incentives alone fail to explain retirement patterns in the data. Second, I show that there is a large direct effect of “presenting” a threshold as a statutory retirement age. Further evidence on mechanisms suggests the framing of statutory ages as reference points for retirement as a potential explanation. A number of alternative channels including firm responses are also discussed but they do not seem to drive the results. Finally, structural bunching estimation is employed to estimate reference point effects. Counterfactual simulations highlight that shifting statutory ages via pension reforms can be an effective policy to increase actual retirement ages with a positive fiscal impact.
Bunching and Adjustment Costs: Evidence from Cypriot Tax Reforms
2022
We study adjustment costs in behavioral responses to income taxes, exploiting tax reforms that create and subsequently eliminate income tax kinks in Cyprus. Reduced-form evidence reveals substantial adjustment frictions attenuating bunching and de-bunching responses. Combining the empirical bunching moments with a structural model of frictional earnings supply, adjustment costs are estimated between EUR 93 and EUR 238 for wage earners. Moreover, we uncover important asymmetries in adjustment frictions, where bunching at a kink is costlier than de-bunching away from the kink. Finally, we find that self-employed individuals face considerably lower adjustment costs than wage earners.
The Welfare Economics of Reference Dependence
2021
Empirical evidence suggests individuals often evaluate options relative to a reference point, especially seeking to avoid losses. We analyze welfare under reference dependence. We describe how welfare effects of policies depend on normative judgments about whether reference dependence reflects a bias or normative preference. Lowering reference points generally improves welfare, absent countervailing externalities or biases. Conversely, welfare effects of price changes depend strongly on normative judgments. We apply our theory to reference dependence exhibited in German workers' retirement decisions. Our results suggest positive welfare effects of increasing the Normal Retirement Age but ambiguous effects of financial incentives to postpone retirement.
Privatizing Disability Insurance
2022
Public disability insurance (DI) programs in many countries face pressure to reduce their generosity in order to remain sustainable. In this paper, we investigate the welfare effects of giving a larger role to private insurance markets in the face of public DI cuts. Exploiting a unique reform that abolished one part of the German public DI system for younger workers, we find that despite significant crowding-in effects, overall private DI take-up remains modest. We do not find any evidence of adverse selection on unpriced risk. On the contrary, private DI tends to be concentrated among high-income, high-education and low-risk individuals. Using a revealed preferences approach, we estimate individual DI valuations, a key input for welfare calculations. We find that observed willingness-to-pay of many individuals is low, such that providing DI partly via a private insurance market with choice improves welfare. However, we show that distributional concerns as well as individual risk misperceptions can provide grounds for justifying a full public DI mandate.
Privatizing Disability Insurance
2022
Public disability insurance (DI) programs in many countries face pressure to reduce their generosity in order to remain sustainable. In this paper, we investigate the welfare effects of giving a larger role to private insurance markets in the face of public DI cuts. Exploiting a unique reform that abolished one part of the German public DI system for younger workers, we find that despite significant crowding-in effects, overall private DI take-up remains modest. We do not find any evidence of adverse selection on unpriced risk. On the contrary, private DI tends to be concentrated among high-income, high-education and low-risk individuals. Using a revealed preferences approach, we estimate individual DI valuations, a key input for welfare calculations. We find that observed willingness-to-pay of many individuals is low, such that providing DI partly via a private insurance market with choice improves welfare. However, we show that distributional concerns as well as individual risk misperceptions can provide grounds for justifying a full public DI mandate.