Catalogue Search | MBRL
Search Results Heading
Explore the vast range of titles available.
MBRLSearchResults
-
DisciplineDiscipline
-
Is Peer ReviewedIs Peer Reviewed
-
Item TypeItem Type
-
SubjectSubject
-
YearFrom:-To:
-
More FiltersMore FiltersSourceLanguage
Done
Filters
Reset
13
result(s) for
"Psychiatrie im Nationalsozialismus"
Sort by:
Berufsfähig, entlassungsfähig, verlegungsfähig
2021
Die Forschung zur Psychiatrie im Nationalsozialismus hat sich zu einem großen Teil auf die Medizinverbrechen der Zwangssterilisation und der Patient*innenmorde konzentriert. Deutlich weniger Aufmerksamkeit erhielten die im psychiatrischen Alltag durchgeführten Therapien und die Beurteilungen ihrer Erfolge. Letztere führten im psychiatrischen „Normalbetrieb“ auch unter den Bedingungen des Nationalsozialismus zu Entlassungen oder zu Verlegungen innerhalb der oder zwischen den Institutionen der Versorgung. Sie konnten aber im negativen Fall auch tödliche Konsequenzen für die Patient*innen haben. Insofern ist es relevant, was Psychiater in dieser Zeit unter „Heilung“ und „Remission“ verstanden, wie und in welchen Abstufungen sie die Beurteilung der Erfolge ihrer Behandlungen auch hinsichtlich der neueren, intensiven somatischen Therapiemaßnahmen und der Arbeitstherapie vornahmen. Diesen Fragen geht der Beitrag im Sinne einer Fallstudie am Beispiel der Universitätspsychiater Gottfried Ewald und Carl Schneider nach, die Lehrbücher verfassten und für ihre unterschiedliche Haltung zu den Patient*innenmorden bekannt sind.
Research on psychiatry under National Socialism has largely focused on the medical crimes of compulsory sterilisation and patient killings. The therapies carried out in everyday psychiatric work and the assessments of their success received significantly less attention. Even under the conditions of National Socialism, the assessments of therapeutic success led to dismissals or transfers within or between institutions as a part of the “normal” psychiatric practice. In the negative case, however, these assessments could also have fatal consequences for the patients. In this respect, it is relevant what psychiatrists understood by “healing” and “remission” during this period, how and in what gradations they assessed the success of their treatments - also with regard to the more recent, intensive somatic therapy measures and occupational therapy. The article explores these questions as a case study using the examples of the university psychiatrists Gottfried Ewald and Carl Schneider, who wrote both textbooks and are known for their different attitudes towards patient killings.
Journal Article
Berufsfähig, entlassungsfähig, verlegungsfähig
2021
Die Forschung zur Psychiatrie im Nationalsozialismus hat sich zu einem großen Teil auf die Medizinverbrechen der Zwangssterilisation und der Patient*innenmorde konzentriert. Deutlich weniger Aufmerksamkeit erhielten die im psychiatrischen Alltag durchgeführten Therapien und die Beurteilungen ihrer Erfolge. Letztere führten im psychiatrischen „Normalbetrieb“ auch unter den Bedingungen des Nationalsozialismus zu Entlassungen oder zu Verlegungen innerhalb der oder zwischen den Institutionen der Versorgung. Sie konnten aber im negativen Fall auch tödliche Konsequenzen für die Patient*innen haben. Insofern ist es relevant, was Psychiater in dieser Zeit unter „Heilung“ und „Remission“ verstanden, wie und in welchen Abstufungen sie die Beurteilung der Erfolge ihrer Behandlungen auch hinsichtlich der neueren, intensiven somatischen Therapiemaßnahmen und der Arbeitstherapie vornahmen. Diesen Fragen geht der Beitrag im Sinne einer Fallstudie am Beispiel der Universitätspsychiater Gottfried Ewald und Carl Schneider nach, die Lehrbücher verfassten und für ihre unterschiedliche Haltung zu den Patient*innenmorden bekannt sind.
Research on psychiatry under National Socialism has largely focused on the medical crimes of compulsory sterilisation and patient killings. The therapies carried out in everyday psychiatric work and the assessments of their success received significantly less attention. Even under the conditions of National Socialism, the assessments of therapeutic success led to dismissals or transfers within or between institutions as a part of the “normal” psychiatric practice. In the negative case, however, these assessments could also have fatal consequences for the patients. In this respect, it is relevant what psychiatrists understood by “healing” and “remission” during this period, how and in what gradations they assessed the success of their treatments - also with regard to the more recent, intensive somatic therapy measures and occupational therapy. The article explores these questions as a case study using the examples of the university psychiatrists Gottfried Ewald and Carl Schneider, who wrote both textbooks and are known for their different attitudes towards patient killings.
Journal Article
Zwischen Routinebetrieb, Erbgesundheitspolitik und NS-Krankenmord
by
Rauh, Philipp
,
Kinzelbach, Annemarie
,
Hohendorf, Gerrit
in
brain research
,
Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie
,
German Research Institute for Psychiatry
2022
Der vorliegende Beitrag untersucht die Geschichte der Prosektur der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie in München seit ihrer Gründung 1926 bis in die 1960er- Jahre. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt dabei gleichwohl auf den nationalsozialistischen Jahren. Ursprünglich mit dem Ziel der „Materialbeschaffung“ und der Verbindung von pathologischer Praxis mit Hirnforschung gegründet, kam es im „Dritten Reich“ zu einer engen Verzahnung der Prosektur mit der nationalsozialistischen Bevölkerungs- und Erbgesundheitspolitik. Zudem kann aufgezeigt werden, dass das von Willibald Scholz geleitete Hirnpathologische Institut der Deutschen Forschungsanstalt, dem die Prosektur unterstand, in die NS-„Euthanasie“ involviert war. Die Verantwortlichen profitierten nicht nur in Bezug auf die Beschaffung wissenschaftlich interessanter Hirnpräparate von den nationalsozialistischen Krankenmorden, sie sorgten darüber hinaus durch ihre neuropathologischen Untersuchungen für eine Rationalisierung des Selektionsprozesses. Obgleich die vorübergehende Schließung der Prosektur 1949 unmittelbar mit Debatten über die NS-„Euthanasie“ verknüpft war, zeigt dieser Artikel, dass am Hirnpathologischen Institut der Deutschen Forschungsanstalt auch nach 1945 weiterhin Präparate aus der NS-Zeit wissenschaftlich ausgewertet wurden. Die Forschung an Opfern des Nationalsozialismus war sowohl vor als auch nach 1945 in den Routinebetrieb integriert worden.
This article examines the history of the dissecting lab (Prosektur) of the German Research Institute of Psychiatry in Munich from its foundation in 1926 until the 1960 s. Nevertheless, the presentation focuses on the National Socialist years. Originally founded with the aim of „obtaining material“ and linking pathological practice with brain research, the Prosektur became closely intertwined with National Socialist population and hereditary health policies during the „Third Reich“. In addition, it can be shown that the Institute of Brain Pathology (Hirnforschungsinstitut) of the German Research Institute, headed by Willibald Scholz, to which the Prosektur was subordinate, was involved in Nazi „euthanasia“: The people in charge not only profited from the National Socialist murders of the sick in terms of obtaining scientifically interesting brain specimens, they also ensured that their neuropathological examinations optimized the selection process of patients to be killed. Although in 1949, the temporary closure of the Prosektur was directly linked to debates about Nazi „euthanasia“, this article shows that research on specimens from the Nazi era continued at the Hirnforschungsinstitut of the German Research Institute after 1945. Hence, research on victims of National Socialism had become part of standard operations.
Journal Article
Zwischen Routinebetrieb, Erbgesundheitspolitik und NS-Krankenmord
by
Kinzelbach, Annemarie
,
Hohendorf, Gerrit
,
Neuner, Stephanie
in
brain research
,
Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie
,
German Research Institute for Psychiatry
2022
Der vorliegende Beitrag untersucht die Geschichte der Prosektur der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie in München seit ihrer Gründung 1926 bis in die 1960er- Jahre. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt dabei gleichwohl auf den nationalsozialistischen Jahren. Ursprünglich mit dem Ziel der „Materialbeschaffung“ und der Verbindung von pathologischer Praxis mit Hirnforschung gegründet, kam es im „Dritten Reich“ zu einer engen Verzahnung der Prosektur mit der nationalsozialistischen Bevölkerungs- und Erbgesundheitspolitik. Zudem kann aufgezeigt werden, dass das von Willibald Scholz geleitete Hirnpathologische Institut der Deutschen Forschungsanstalt, dem die Prosektur unterstand, in die NS-„Euthanasie“ involviert war. Die Verantwortlichen profitierten nicht nur in Bezug auf die Beschaffung wissenschaftlich interessanter Hirnpräparate von den nationalsozialistischen Krankenmorden, sie sorgten darüber hinaus durch ihre neuropathologischen Untersuchungen für eine Rationalisierung des Selektionsprozesses. Obgleich die vorübergehende Schließung der Prosektur 1949 unmittelbar mit Debatten über die NS-„Euthanasie“ verknüpft war, zeigt dieser Artikel, dass am Hirnpathologischen Institut der Deutschen Forschungsanstalt auch nach 1945 weiterhin Präparate aus der NS-Zeit wissenschaftlich ausgewertet wurden. Die Forschung an Opfern des Nationalsozialismus war sowohl vor als auch nach 1945 in den Routinebetrieb integriert worden.
This article examines the history of the dissecting lab (Prosektur) of the German Research Institute of Psychiatry in Munich from its foundation in 1926 until the 1960 s. Nevertheless, the presentation focuses on the National Socialist years. Originally founded with the aim of „obtaining material“ and linking pathological practice with brain research, the Prosektur became closely intertwined with National Socialist population and hereditary health policies during the „Third Reich“. In addition, it can be shown that the Institute of Brain Pathology (Hirnforschungsinstitut) of the German Research Institute, headed by Willibald Scholz, to which the Prosektur was subordinate, was involved in Nazi „euthanasia“: The people in charge not only profited from the National Socialist murders of the sick in terms of obtaining scientifically interesting brain specimens, they also ensured that their neuropathological examinations optimized the selection process of patients to be killed. Although in 1949, the temporary closure of the Prosektur was directly linked to debates about Nazi „euthanasia“, this article shows that research on specimens from the Nazi era continued at the Hirnforschungsinstitut of the German Research Institute after 1945. Hence, research on victims of National Socialism had become part of standard operations.
Journal Article
Re-Education als Demokratisierung der Gesellschaft Deutschlands durch das amerikanische Besatzungsregime
1999
Die Transformation der Gesellschaft Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, der Übergang von der \"charismatischen Diktatur\" des Nationalsozialismus zur parlamentarischen Demokratie der Bundesrepublik Deutschland, gilt sozialwissenschaftlich als ein Fall der \"imposition\". Der Beitrag rekonstruiert, daß und wie die politische Rekonstitution Deutschlands unter dem psychiatrischen Etikett \"Re- Edukation\" in den Jahren 1943-1945 entworfen wurde. Drei Phasen der Entwicklung werden dabei unterschieden: (1) Die Vorgeschichte, wobei der Ursprungs des Begriffs \"Re-Education\" in der (politischen) Psychiatrie herausgearbeitet wird; (2) Die Übertragung der zunächst nur psychiatrisch plausiblen Idee auf den wirtschaftlichen Wiederaufbau als Hauptarena der Gesellschaftstransformation; (3) Die Wirkungen des \"Erziehungsprogramms\" im Einzelnen bis Ende 1947. (pre).
Journal Article
Das Laboratorium der I.G. Farben an der Heil- und Pflegeanstalt Günzburg
2015
The purpose of this study is to evaluate the activities of the I.G. Farben laboratory at the former „Heil- und Pflegeanstalt“ Günzburg. This laboratory was established to test the newly developed epilepsy drug “Citrullamon” and its derivatives. Specifically, the type and manner of the various experiments were examined to determine whether the suspicions of unethical human experimentation could be identified. The commercial and medical activities between I.G. Farben and the Heil- und Pflegeanstalt, including the specific roles of the senior physician Wilhelm Leinisch and the I.G. Farben chemist Arno Grosse, are reviewed.
An der Heil- und Pflegeanstalt Günzburg wurden in einem von den I.G. Farben finanzierten Labor zwischen 1937 und 1945 neue Epilepsiepräparate getestet. Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen der I.G. Farben als Auftraggeber, den beteiligten Forschern und der ärztlichen Leitung der Anstalt während der NS- Zeit und der unmittelbaren Nachkriegsperiode. Der Beitrag zeigt die Schwierigkeiten auf, eine klare Trennungslinie zwischen einem ethisch problematischen Humanexperiment und der notwendigen klinischen Erprobung eines Präparats zu ziehen. Eine Aussage, ob die ethischen Standards bei diesen Tests eingehalten wurden, kann nicht mit letzter Sicherheit getroffen werden. Als Quellen dienten Aktenmaterialien aus öffentlichen, firmeneigenen und privaten Archiven.
Journal Article